Königliche Eisenbahndirektion zu Danzig
Zeittafel:  Errichtungen – Bezeichnungen – Auflösungen
 Streckeneröffnungen    Bedeutende Bauten  Präsidenten

01.04.1895   Gründung einer "Königlichen Eisenbahndirection zu Danzig" (KED Danzig) nach allerhöchstem Erlass vom 15.12.1894
mit Sitz am Olivaer Tor 2/4 durch Übernahme von Teilen der KED Bromberg
    u.a.
  • Stolp in Pommern – Danzig – Dirschau,
  • Schneidemühl – Güldenboden,
  • Schönsee – Osterode,
  • Dirschau – Maximilianowo (bei Bromberg),
  • Belgard – Neustettin – Konitz – Laskowitz – Graudenz – Soldau,
  • Stolp in Pommern – Neustettin


   
    Präsident    
    |      
I. Abteilung   II. Abteilung   III. Abteilung   IV. Abteilung
Etats- und Rechnungs-
wesen, Justitiariat und
allgemeine Verwaltung
 
  Betriebs- und
Verkehrsverwaltung
  Bau- und
Werkstättenverwaltung
  Betriebsmaschinendienst

Betriebsinspektionen   Berent, Danzig, Dirschau, Graudenz, Konitz, Köslin, Lauenburg i.Pom., Neustettin, Stolp i.Pom.
Maschineninspektionen   Danzig
Werkstätteninspektionen   Danzig
 

01.01.1903   Übernahme der Marienburg-Mlawkaer-Eisenbahn mit über 149,4 km Streckenlänge
01.04.1908   Abgabe der Strecke Bergfriede – Osterode i./Pr. an die KED Königsberg
26.11.1910   Umwandlung der Inspektionen in Ämter [z.B. aus Maschinen-Inspektion (MI) wird Maschinenamt (MA)] gemäß Erlaß vom 23.10.1910
1911   Baubeginn des neuen Direktionsgebäudes – Fertigstellung 1914
08.06.1912   Feierliche Eröffnung der Hauptwerkstätte Danzig "auf dem Troyl" – Inbetriebnahme war schon am 02.04.1912
05.06.1914   Bezug der neuen Geschäftsräume
 
11.1918   Mit Ende der Monachie Firmierung fortan als "Eisenbahndirektion Danzig" (ED Danzig)
01.01.1919   Errichtung eines neuen Werkstättenamt (WA) Danzig b – Umbenennung des WA Danzig in WA Danzig a
 
24.01.1920  

Erlaß des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten

Die Eisenbahndirektionen in Bromberg, Danzig und Posen haben mit dem 10. Januar 1920 aufgehört, als Behörden der
preußisch-hessischen Staatseisenbahnverwaltung zu bestehen.
In Berlin-Charlottenburg (Zoologischer Garten) ist die Eisenbahndirektion Osten errichtet.
Die deutschbleibenden Strecken der ehemaligen Eisenbahndirektionen werden der Eisenbahndirektion Osten zugeteilt.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten
                       Oeser


Auflösung der Eisenbahndirektion Danzig zum 10.01.1920 durch Abtretung von Gebieten an Polen entsprechend dem Versailler Vertrag
vom 28. Juni 1919 hatte Deutschland die Stadt Danzig – als Freie Stadt Danzig unter Aufsicht des Völkerbundes – mit den
umliegenden Gebieten an die am 7. November 1918 ausgerufene Republik Polen abzutreten. (a.Q. Auflösung 24.01.1920),
Übernahme der Strecken durch die Staatsbahndirektion Toruń (Thorn) der polnischen Staatsbahn (PKP)

Abgabe der deutsch gebliebenen Gebiete

  • östlich von Danzig an die ED Königsberg (Pr) mit folgenden Strecken (ca. 12 % der ehem. ED Danzig),
     
    • Marienburg i.Westpr. – Güldenboden,
    • Marienburg i.Westpr. – Landesgrenze südlich Alteiche,
    • Marienburg i.Westpr. – Landesgrenze südlich Garnsee,
    • Neuhofen (Weichsel) – Marienwerder – Riesenburg,
    • Marienwerder – Freystadt i.Westpr.,
    • Riesenburg – neue Reichsgrenze westlich Deutsch Eylau,
    • Riesenburg – Miswalde
       
       
  • westlich von Danzig an die ED Stettin mit folgenden Strecken (ca. 29 % der ehem. ED Danzig),
     
    • Belgard – Stolp – Lauenburg i.Pom. – neue Reichsgrenze östlich Groß Boschpol mit den Abzweigungen
      • Schlawe – Rügenwalde,
      • Schlawe – Stolpmünde,
      • Lauenburg i.Pom. – Leba und Bergesin,
      • Lauenburg i.Pom. – neue Reichsgrenze südlich Kantrschin
         
         
    • Belgard – Neustettin – Gramenz – Pollnow,
    • Neustettin – neue Reichsgrenze östlich Schlochau,
    • Schlochau – Rummelsburg – Bütow – Lauenburg i.Pom.,
    • Stolp – Rummelsburg,
    • Schlawe – Bütow – neue Reichsgrenze östlich Sonnenwalde
       
       
  • folgender Strecken an die neugeschaffene ED Osten (ca. 3 % der ehem. ED Danzig),
     
    • Schneidemühl – neue Reichsgrenze südlich von Konitz,
    • Flatow – neue Reichsgrenze bei Kujanerheide
       
25.01.1920   Errichtung einer Abwicklungsstelle (K)ED Danzig
01.12.1921   Die Bahnen der Stadt Danzig gehen auf die Verwaltung Danzigs und die Betriebsführung auf die polnische Staatsbahn (PKP) über.





01.11.1939   Errichtung eines Reichsbahn-Vermessungsamtes Danzig mit Sitz in Gotenhafen
Herbst 1939   Errichtung einer "Obersten Bauleitung für den Bau von Kraftfahrbahnen" in Danzig,
Einführung der Eisenbahnbetriebsordnung (EBO) in Danzig
 
28.11.1939   Mit Erlaß des RVM vom 08.12.1939 rückwirkende Neueinrichtung der "Reichsbahndirektion Danzig" und Übernahme der Strecken um
Marienburg (Westpr) im Reichsgau Danzig-Westpreußen, die vom 01.09.1939 von der RBD Königsberg (Pr) verwaltet wurden.
01.12.1939   Übernahme der Betriebsämter Bromberg, Danzig 1 und 2, Graudenz, und Thorn, der Maschinenämter Bromberg, Danzig und Thorn sowie
die Verkehrsämter Bromberg, Danzig und Thorn von der RBD Königsberg (Pr),
Übernahme des 334 km Streckenlänge umfassende Gebietes Elbing – Marienburg (Westpr) – Marienwerder mit den RBA, RMA und
RVA Marienwerder incl. den Bw Deutsch Eylau und Bw Marienburg (Westpr) sowie deren Lokbahnhöfe Elbing, Freystadt und Marienwerder von der RBD Königsberg (Pr)
Die RBD Danzig ist mit 3.045 Strecken-km um 12 % größer als die der 1920 aufgelösten preuß. Eisenbahndirektion
14.12.1939   Übernahme des RBA Deutsch Eylau, RBA Strasburg (Westpr) und RBA Zichenau sowie das RMA Soldau und das RVA Deutsch Eylau
von der RBD Königsberg (Pr)
17.12.1939   Übernahme des RBA Berent, RBA Konitz (Westpr) 1 und 2, sowie das RMA und RVA Konitz (Westpr) von der RBD Stettin
   
    Gliederung der RBD Danzig
 
Reichsbahn-Betriebsämter (RBA)   Berent (Westpr), Bromberg, Danzig 1 und Danzig 2 mit Sitz in Gotenhafen, Deutsch Eylau,
Graudenz, Konitz (Westpr) 1+2, Marienburg (Westpr), Strasburg (Westpr), Thorn und Zichenau
Reichsbahn-Maschinenämter (RMA)   Bromberg, Danzig, Konitz (Westpr), Soldau und Thorn
Reichsbahn-Verkehrsämter (RVA)   Bromberg, Danzig, Deutsch Eylau, Konitz (Westpr), Marienburg (Westpr) und Thorn
   
22.05.1940   Verlegung des RMA Konitz (Westpr) nach Dirschau und fortan Firmierung als RMA Dirschau
 
06.1940   Einige Bahnhofsnamenänderungen
Bf Bromberg in Bromberg Hbf, Bf Chmielniki in Bf Hopfgarten See, Bf Danzig Lege Tor in Bf Danzig Leeges Tor, Bf Jaschnitz in Bf Brahemünde,
Bf Karlsdorf in Bf Bromberg Ost, Bf Mirotken in Bf Kirschdorf und Bf Zajonskowo in Bf Seinskau
08.01.1940   Unterstellung der RBD Danzig der Generalbetriebsleitung (GBL) Ost
01.09.1940   Umbenennung des Bf Kulm in Bf Kulm (Weichsel)
01.10.1940   Errichtung des Neubauamtes (NA) Thorn für die Erweiterung und Umbau der Bahnhofsanlagen in Thorn Hbf, Thorn-Mocker und Schönsee,
sowie für den Neubau des Bw Thorn Hbf
06.10.1940   Namenszusatz (Westpr) für den Bf Berent und Bf Terespol
01.12.1940   Errichtung des Neubauamtes (NA) Deutsch Eylau für die Erweiterungsarbeiten in den Bahnhöfen Deutsch Eylau und Goßlershausen
01.01.1941   Einführung der Eisenbahn-Verkehrsordnung (EVO)
   
01.04.1941   Gliederung der RBD Danzig – Direktionsnummer 18
Direktionssitz am Olivaer Tor 2/4, Danzig
 
Reichsbahn-Betriebsämter (RBA)   Berent (Westpr), Bromberg, Danzig 1, Danzig 2 mit Sitz in Gotenhafen, Deutsch Eylau,
Graudenz, Konitz (Westpr) 1+2, Marienburg (Westpr), Strasburg (Westpr), Thorn und Zichenau
Reichsbahn-Maschinenämter (RMA)   Bromberg, Danzig, Dirschau, Soldau und Thorn
Reichsbahn-Verkehrsämter (RVA)   Bromberg, Danzig, Deutsch Eylau, Konitz (Westpr), Marienburg (Westpr) und Thorn
Vermessungsamt (VermA)   Gotenhafen
Oberbaustofflager   Lassewitz 1+2
    sowie eine
Oberste Bauleitung für den Bau von Kraftfahrbahnen in Danzig



Unterstellungen der Maschinenämter (RMA)
Bromberg   • Bw Bromberg Hbf a [Bb Hbf] 720
   – Lokbf Laskowitz
   – Lokbf Neuenburg
   – Lokbf Prust-Bagnitz
   – Lokbf Schwetz

• Bw Bromberg Ost a b [Bb Ost] 560   (erbaut erst 1941)
Danzig   • Bw Danzig-Olivaertor a b [Dzo] 550
   – Lokbf Saspe

• Bw Danzig Vbf a [Dzv] 350
   – Lokbf Berent (Westpr)
   – Lokbf Karthaus (Westpr)

• Bw Gotenhafen a b [Gof] 500
   – Lokbf Putzig
 
Dirschau vormals
Konitz (Westpr)
  • Bw Dirschau a b [Drs] 770
   – Lokbf Mewe
   – Lokbf Preuß. Stargard
   – Lokbf Schmentau
   – Lokbf Tiegenhof

• Bw Konitz a b [Koz] 260
   – Lokbf Czersk

• Bw Marienburg a b [Mar] 420    (bis 10.1939 RMA Königsberg/Pr)
   – Lokbf Elbing
   – Lokbf Marienwerder [Mwd]
 
Soldau  

• Bw Deutsch Eylau a [Dy] 220    (bis 10.1939 RMA Königsberg/Pr)
   – Lokbf Freystadt
   – Lokbf Löbau (Westpr)

• Bw Illowo c [Jw] 180
   – Lokbf Nasielsk

Bw Mława c [Ml] 50
 

Thorn   • Bw Graudenz a [Gdz] 300
   – Lokbf Goßlershausen [Glh]
   – Lokbf Culm

• Bw Strasburg c [Stb] 90
• Bw Thorn Hbf a b [Th Hbf] 530
• Bw Thorn-Mocker c [Th M] 190
   – Lokbf Culmsee
   – Lokbf Schirps
     
a    Bw mit zusätzlicher Wagenausbesserung
b    Bw hat zusätzlich Kraftwagen zugeteilt
c    Bw mit zusätzlicher Lokomotivausbesserung
50  Zahl der Gefolgschaft
[ ]  abgekürzte Bezeichnung
Kursiv   Angaben für Schmalspur
   
01.05.1941   Umbenennung des Bf Smolno Szerokim in Bf Schmolln-Breitental
 
01.06.1941   Erneute Bahnhofsnamenänderungen
Bf Neufahrwasser Zollinland in Bf Neufahrwasser, Bf Danzig-Neufahrwasser in Bf Danzig-Neufahrwasser Freibezirk und
Bf Danzig-Neufahrwasser Weichselbahnhof in Bf Danzig Weichselbahnhof
01.07.1941   Umbenennung von Bf Lipno in Bf Leipe, Bf Mlawa in Bf Mielau, Bf Plock in Bf Schröttersburg, Bf Plonsk in Bf Plöhnen,
Bf Rypin in Bf Ripin (Westpr) und Bf Sierpc in Bf Sichelberg
15.07.1941   Errichtung der Bauleitung Strasburg für den Neubau des Bw Strasburg (Westpr)
10.1941   Umbenennung des Bf Gossentin in Bf Gossentin (Westpr)
04.1942   Neubau der Bw Strasburg (Westpr) und Thorn Süd sowie Ausbau des Lokbf Goßlershausen zum eigenständigen Bahnbetriebswerk
01.06.1942   Einführung der Eisenbahnbetriebsordnung (EBO) in der Direktion Danzig
15.06.1942   Verlegung des RBA Konitz (Westpr) 2 nach Dirschau als RBA Dirschau – RBA Konitz (Westpr) 1 firmiert fortan als RBA Konitz (Westpr),
Umbenennung des RBA Danzig 2 in RBA Gotenhafen
01.1943   Lokbf Saspe und Lokbf Nasielsk werden zu eingenständigen Bahnbetriebswerken erhoben
 
17.05.1943   Bahnhofsnamenänderungen zum Sommerfahrplan
Bf Czersk in Bf Heiderode, Bf Kalisch in Bf Kalisch (Kr Berent), Bf Schwetz in Bf Schwetz (Weichsel), Bf Terespol in Bf Terzelwald und
Bf Unislaw in Bf Kulmischwenzlau
1940-1944   Einrichtung der Neunbauämter (NA) in Deutsch Eylau, Münsterwalde, Strasburg (Westpr) und Thorn für diverse Bauvorhaben an Bahnhöfen,
Bahnbetriebswerken und sonstigen Bahnbauten
 
17.05.1943   Umbenennung zahlreicher Bahnhöfe
 
  Barbarken in Barmühle   Mirakowo in Merch
  Baumgart in Kulmischbaumgart   Mirotken in Miritz
  Bielczyny in Bildschön   Monkowarsk in Mönkenwerth
  Botschin in Botten   Montowo in Grodden
  Brahrode in Klondorf   Morroschin in Leutmannsdorf
  Broddydamm in Dammfurt   Mrotschen in Immenheim
  Browowo in Brosau   Nawra in Nefer
  Bukowitz in Hasenmühl   Naymowo in Naime
  Cekzin in Seehaupten   Netzthal in Wirsitz-Netzthal
  Cepno in Zöppen   Nowy Dwor in Bugmünde
  Crone in Krone (Brahe)   Obkas in Oberwalden
  Czernikowo in Schwarzendorf   Obrowo in Obrau
  Czersk in Heiderode   Ograska in Graßhof
  Damerau in Kulmischdamerau   Orlowo in Amau
  Dobrzewice in Godenfeld   Ostrometzko in Ostermetz
  Druschin in Dörschen   Ostrowitt in Schildern
  Dubelno in Wolfsbruch   Ottlotschin in Krügershauland
  Dziemiony in Dreilinden   Pawlowek in Paulshöfen
  Emiljanowo in Emilenau   Pensau in Pansen
  Firlus in Fedelhausen   Pinschin in Wilhelmsort
  Glauchau in Glauchau (Kr Thorn)   Plutowo in Plauthof
  Görsdorf in Görsdorf (Kr Konitz)   Poledno in Poleden
  Groß Jablau in Großgabel   Powalken in Wölkenfeld
  Guttowitz in Gutenwirt   Radosk in Radebusch
  Guttowo in Guttendorf   Raduhn in Raduhn (Kr Berent)
  Jamielnik in Mispelwald   Rakelwitz in Rakel
  Jeschewo in Jeschau   Raygrod in Reirode
  Kalisch in Kalisch (Kr Berent)   Rodomno in Radem (Kr Neumark Westpr)
  Kaluga in Kallenbach   Rybno in Rübenau
  Karnkowo in Karndorf   Sawdin in Sauden
  Klonia in Kehnacker   Schwetz in Schwetz (Weichsel)
  Klonowo in Klonnau   Seefelde in Seefelde (Kr Zempelburg)
  Konojad in Koppelgrund   Skempe in Schemmensee
  Kornatowo in Konraden   Slesin in Schlössen
  Koziolek in Kösel   Sobbowitz in Subitz
  Kretki in Lindenschanz   Sossnow in Sassenau
  Kulice in Kulitz   Stawki in Schwarzwalde
  Laskowitz in Lassewitz   Stolno in Stölen
  Lianno in Linne (Westpr)   Swaroschin in Palenskenhof
  Lindenau in Lindenau (Kr Graudenz)   Szczutowo in Schüttau
  Lippinken in Wückersdorf   Terespol in Terzelwald
  Lippusch Glashütte in Grüntal   Tillitz in Tillendorf
  Lissowitz in Posemsdorf   Unislaw in Kulmischwenzlau
  Long in Schönhain   Villisaß in Welsas
  Lokorsz in Großlinker   Warlubien in Warlieb
  Lonsk in Lenzwiesen   Wioslaw in Veitshof
  Lubichow in Liebichau   Wrotzk in Frödenwalde
  Lubnia in Lübbenberg   Wrotzlawken in Atzmannsdorf
  Melno in Melden   Zabno in Heidewiese
  Mentschikal in Menzig   Zellgosch in Landesend
  Mgowo in Logendorf   Zempolnothal in Zempeltal
   
01.01.1944   Eröffnung des Betriebswagenwerkes Maxtal,
Bw Goßlershausen und Bw Strasburg (Westpr) des RMA Thorn wechseln zum RMA Soldau
   
01.06.1944   Gliederung der RBD Danzig – Direktionsnummer 18
Direktionssitz am Olivaer Tor 2/4, Danzig

Reichsbahn-Betriebsämter (RBA)   Berent (Westpr), Bromberg, Danzig, Deutsch Eylau, Graudenz, Gotenhafen,
Konitz (Westpr) 1+2, Marienburg (Westpr), Strasburg (Westpr), Thorn und Zichenau
Reichsbahn-Maschinenämter (RMA)   Bromberg, Danzig, Dirschau, Soldau und Thorn
Reichsbahn-Verkehrsämter (RVA)   Bromberg, Danzig, Deutsch Eylau, Konitz (Westpr), Marienburg (Westpr) und Thorn
Vermessungsamt (VermA)   Gotenhafen
Oberbaustofflager   Lassewitz 1+2
    sowie eine
Oberste Bauleitung für den Bau von Kraftfahrbahnen in Danzig



Unterstellungen der Maschinenämter (RMA)
Bromberg   • Bw Bromberg Hbf a
   – Lokbf Laskowitz
   – Lokbf Neuenburg
   – Lokbf Prust-Bagnitz
   – Lokbf Schwetz

• Bw Bromberg Ost a b

• Betriebswagenwerk Maxtal
 
Danzig   • Bw Danzig-Olivaertor a b

• Bw Danzig Vbf a
   – Lokbf Berent (Westpr)
   – Lokbf Karthaus (Westpr)

• Bw Gotenhafen a b
   – Lokbf Putzig

• Bw Saspe
 
Dirschau vormals
Konitz (Westpr)
  • Bw Dirschau a b
   – Lokbf Mewe
   – Lokbf Pr. Stargard
   – Lokbf Schmentau
   – Lokbf Tiegenhof

• Bw Konitz a b
   – Lokbf Czersk

• Bw Marienburg (Westpr) a b
   – Lokbf Elbing
   – Lokbf Marienwerder
 
Soldau  

• Bw Deutsch Eylau a
   – Lokbf Freystadt
   – Lokbf Löbau (Westpr)

• Bw Goßlershausen [Glh]

• Bw Illowo c
Bw Mielau c    (ehem. Bezeichnung Mława)
Bw Nasielsk
• Bw Strasburg (Westpr) c
 

Thorn   • Bw Graudenz a
   – Lokbf Kulm

• Bw Thorn Hbf a b
• Bw Thorn-Mocker c
   – Lokbf Culmsee
   – Lokbf Schirps

• Bw Thorn Süd c [Th S]
     
a    Bw mit zusätzlicher Wagenausbesserung
b    Bw hat zusätzlich Kraftwagen zugeteilt
c    Bw mit zusätzlicher Lokomotivausbesserung
[ ]  abgekürzte Bezeichnung
Kursiv   Angaben für Schmalspur



Unterstellungen der Betriebsämter (RBA)
Berent (Westpr)   • Bm Berent (Westpr) 1
• Bm Berent (Westpr) 2
• Bm Königsbruch West
• Bm Schrotten
• Bm Schöneck
 
Graudenz   • Bm Graudenz 1
• Bm Graudenz 2
• Bm Graudenz 3
• Bm Kulm (Weichsel)
• Bm Kulmsee
• Bm Kulmischwenzlau
 
Bromberg  

• Bm Bromberg
• Bm Bromberg Ost
• Bm Friedheim
• Bm Hopfengarten
• Bm Maxtal
• Bm Nakel
• Bm Wirsitz (Netztal)
• Bm Terzelwald
 

Konitz (Westpr) 1   • Bm Bruß
• Bm Heiderode
• Bm Groß Schliewitz
• Bm Hochstüblau
• Bm Konitz (Westpr) 1
 
Danzig   • Bm Danzig
• Bm Danzig-Kaiserhafen
• Bm Danzig-Neufahrwasser
• Bm Zoppot
 
Konitz (Westpr) 2   • Bm Konitz (Westpr) 1
• Bm Lindenbusch
• Bm Prust Bagnitz
• Bm Tuchel
• Bm Vandsburg 1
• Bm Vandsburg 2
 
Deutsch Eylau   • Bm Deutsch Eylau 1
• Bm Deutsch Eylau 2
• Bm Deutsch Eylau 3
• Bm Freystadt (Westpr)
• Bm Goßlershausen
• Bm Rosenberg (Westpr)
• Bm Soldau 2
 
Marienburg
(Westpr)
  • Bm Elbing
• Bm Marienburg (Westpr) 1
• Bm Marienburg (Westpr) 2
• Bm Marienwerder 1
• Bm Marienwerder 2
• Bm Simonsdorf
 
Dirschau  

• Bm Dirschau 1
• Bm Dirschau 2
• Bm Groß Wollental
• Bm Hohenstein (Westpr)
• Bm Lassewitz
• Bm Pelplin
• Bm Preußisch Stargard
• Bm Schmentau
 

Strasburg (Westpr)   • Bm Gollup
• Bm Lautenburg (Westpr)
• Bm Neumark (Westpr)
• Bm Schröttersburg
• Bm Sichelberg
• Bm Strasburg (Westpr)
 
Gotenhafen   • Bm Gotenhafen 1
• Bm Gotenhafen 2
• Bm Karthaus (Westpr)
• Bm Neustadt (Westpr)
• Bm Putzig
 
Thorn   • Bm Briesen (Westpr)
• Bm Leipe (Westpr)
• Bm Schulitz
• Bm Thorn
• Bm Thorn-Mocker
• Bm Thorn Nord
 
      Zichenau   • Bm Mielau
• Bm Nasielsk
• Bm Plöhnen
• Bm Raciaz
• Bm Soldau 1
• Bm Zichenau
 


Unterstellungen der Verkehrsämter (RVA)
Bromberg   • Bfk Bromberg
• Fka Bromberg
• Gepa Bromberg
 
Danzig   • Bfk Danzig
• Fka Danzig
• Gepa Danzig
 
Deutsch Eylau   • Fka
• Fka
 
Marienburg (Westpr)   • Fka Dirschau
 
Thorn   • Bfk Graudenz
• Bfk Thorn Stadt
• Fka Graudenz
• Fka Thorn Hbf
• Bfk Thorn Stadt
• Gepa Dirschau
• Gepa Thorn Hbf
• Gepa Thorn Stadt
   
31.03.1944   Errichtung des Neubauamtes (NA) Münsterwalde für den Wiederaufbau der Weichselbrücke bei Münsterwalde
17.01.1945   Erstmalige Eroberung von Teilen des Direktionsbezirkes durch die sowjetischen Armee mit der Besetzung von Sichelberg
29.01.1945   Teile der RBD nach Stettin verlegt
11.02.1945   Errichtung einer prov. PKP-Regional-Direktion (Dyrekcji Okręgowej Kolei Państwowych [DOKP]) Gdansk in Bromberg
28.02.1945   Übernahme der sich noch in deutscher Hand befindlichen Strecken Ostpommerns von der RBD Stettin östlich einer Linie
Konitz – Neustettin – Belgard – Köslin mit Zustimmung der Gbl Ost
 
13.03.1945   Das zweite und endgültige Ende einer westpreußischen Eisenbahnverwaltung
Auflösung der RBD Danzig per Telegramm durch das Reichsverkehrsministerium (RVM) in Berlin  [a.Q. 12.03.1945],
Einrichtung einer Abwicklungsstelle der RBD Danzig in Lübeck
16.03.1945   Verlegung des entbehrlichen RBD-Personals samt schwerverwundeten Präsidenten über den Seeweg nach Lübeck
18.03.1945   Abmarsch von 50 Mann Direktionspersonals über Hela und Lübeck zur eingerichteten Auffangstelle der RBD Danzig in Schwerin (Meckl)
24.-26.03.1945   Abmarsch des letzten RBD-Personals und des der RBD Königsberg unterstehenden Personals des RAW Danzig, sowie des sich deswegen eingefundenen RBD-Präsident der RBD Königsberg, Dr. Baumann per Fußmarsch über die Frische Nehrung nach Pillau und im April weiter per Schiff nach Swinemünde
30.03.1945   Einnahme der Stadt Danzig durch die sowjetische Armee
10.04.1945   Stadt Danzig wird der polnischen Zivilverwaltung übergeben
18.04.1945   Letzter Appel der bei der Auffangstelle in Schwerin (Meckl) sich eingefundenen Beschäftigten durch RBD-Präsident Dr. Wolff
1945   Aufgrund der Beschlüsse auf den alliierten Konferenzen von Teheran 28.11.-01.12.1943, Jalta 04.02.-11.02.1945 und
Potsdam 17.07.-02.08.1945 sind die Gebiete östlich der Oder und Neiße an Polen und die UdSSR abzutreten:
Übergang des gesamten Gebietes der RBD Danzig an die polnische Staatsbahn PKP
01.03.1946   Verlegung der Abwicklungsstelle der RBD Danzig von Lübeck nach Hamburg
Herbst 1946   Auflösung der RBD-Abwicklungsstelle in Hamburg – endgültiges Ende einer deutschen Eisenbahnverwaltung in Westpreußen





Streckeneröffnungen
Die Streckenangaben beziehen sich nicht nur auf die Direktionszugehörigkeit bei Eröffnung, sondern auch auf eine teilweise zeitlich begrenzten
und/oder nachträglichen Unterstellung dieser Eisenbahndirektion.

Jahr Datum Streckenname Streckenverlauf Länge
1851 27.07. Preußische Ostbahn Bromberg – Nakel – Erpel – Bezirksgrenze (– Schneidemühl) 80,69 km
1852 06.08.
19.10.
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Bromberg – Terespol – Laskowitz – Dirschau – Danzig Legetor,
Marienburg i.Westpr. – Elbing – Bezirksgrenze (– Braunsberg)
161,46
37,23
km
km
1857 12.10. Preußische Ostbahn Dirschau – Simonsdorf – Marienburg i.Westpr. 17,49 km
1859 01.06. Hinterpommersche Bahn Cöslin – Bezirksgrenze (– Belgard)  

km

1861 24.10. Preußische Ostbahn Bromberg – Karlsdorf – Thorn 49,78 km
1862 05.12. Preußische Ostbahn Thorn – Ottlosschin – Reichsgrenze zu Russland
14,85 km
1867 01.10. Preußische Ostbahn Danzig – Saspe – Neufahrwasser
7,22 km
1869 01.05. Hinterpommersche Bahn Cöslin – Schlawe – Stolp i.Pom. 67,13 km
1870 01.09.
01.09.
Hinterpommersche Bahn
Danzig Olivaer Tor – Danzig Hbf,
Stolp – Lauenburg i.Pom. – Carthaus i.Westpr. – Praust,
1,12
152,69
km
km
1871 16.01.
16.01.
15.11.
20.11.
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
(Schneidemühl – ) Bezirksgrenze – Flatow,
Dirschau – Preußisch Stargard,
Flatow – Firschau – Konitz,
Thorn – Mocker – Schönsee – Jablonowo [späteres Goßlershausen]
28,90
24,94
50,89
58,49
km
km
km
km
1872 01.09.
01.09.
01.12.
 
 
Preußische Ostbahn
Danzig Olivaer Tor – Zoppot – Bezirksgrenze (– Groß Boschpol),
Danzig Hbf – Danzig Olivaer Tor,

Goßlershausen – Deutsch Eylau – Bezirksgrenze (– Osterode i.Ostpr.)
59,16
1,12

54,53
km
km
km
1873 25.03.
15.04.
15.08.
 
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Thorn – Bezirksgrenze (– Inowratzlaw [späteres Hohensalza]),
Hochstüblau – Preußisch Stargard,
Konitz – Hochstüblau
6,70
15,44
56,78
km
km
km
1876 01.08.
01.10.
  Marienburg i.Westpr. – Riesenburg – Deutsch Eylau,
Deutsch Eylau – Montowo
68,70
25,11
km
km
1877 15.05.
01.09.
01.11.
 
 
Pommersche Centralbahn
Montowo – Groß Tauersee – Soldau,
Soldau – Illowo – Mława,
Schlochau – Deutsch Briesen – Konitz
35,65
13,51
14,75
km
km
km
1878 16.01.
15.05.
01.10.
15.11.
15.11.
15.11.
Pommersche Centralbahn
Preußische Ostbahn
Pommersche Centralbahn
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Preußische Ostbahn
Hammerstein – Schlochau,
Tempelburg – Neustettin – Hammerstein,
Neustettin – Reinfeld i.Pom. Rummelsburg – Stolp – Stolpmünde,
Neustettin – Grammenz – Belgard,
Zollbrück – Schlawe – Rügenwalde,
Graudenz – Melno – Jablonowo
30,45
53,01
121,47
63,46
34,58
30.15
km
km
km
km
km
km
1879 15.05.
01.10.
01.10.
15.11.
  Neustettin – Bezirksgrenze (– Jastrow),
Stolpmünder Hafenbahn,
Rügenwalder Hafenbahn,
Laskowitz – Graudenz
0,55
2,31
1,12
21,61
km
km
km
km
1880 20.03.   Hafenbahn in Danzig-Neufahrwasser 1,00 km
1882 01.07.
01.11.
  Thorn – Culmsee,
Culmsee – Kornatowo – Graudenz
20,18
38,27
km
km
1883 15.08.
15.08.
15.08.
20.11.
  Konitz – Tuchel – Laskowitz,
Graudenz – Marienwerder i.Westpr. – Marienburg i.Westpr.,
Culm – Kornatowo,
Zollbrück i.Pom. – Barnow
70,15
76,83
16,98
29,09
km
km
km
km
1884 01.08.
01.08.
15.08.
01.11.
  Zajonczkowo – Löbau i.Westpr.,
Sobbowitz – Schöneck i.Westpr.
Barnow – Bütow,
Schöneck i.Westpr. – Berent
6,37
13,67
18,99
31,39
km
km
km
km
1885 01.08.
01.11.
01.11.
  Schöneck i.Westpr. – Sobbowitz,
Berent – Schöneck i.Westpr.,
Karlsdorf b. Bromberg – Fordon,
13,67
31,39
5,21
km
km
km
1886 01.08.
01.10.
21.10.
01.11.
01.11.
15.12.
  Praust – Altemühle – Zuckau,
Simonsdorf – Tiegenhof,
Sonnenburg – Kriescht,
Jablonowo [späteres Goßlershausen] – Strasburg i.Westpr.,
Zuckau – Karthaus i.Westpr.,
Garnsee – Lessen
29,50
20,81
15,3
23,30
11,86
13,46
km
km
km
km
km
km
1887 01.09.
01.10.
  Strasburg i.Westpr. – Broddydamm – Lautenburg i.Westpr.,
Lautenburg i.Westpr. – Soldau
32,26
22,97
km
km
1888 01.09.
01.10.
 

Terespol – Schwetz,
Soldau – Bezirksgrenze (– Neidenburg)

6,19
7,09
km
km
1889 18.09.
01.11.
  Danzig Olivaer Tor – Danzig-Neufahrwasser Weichselbf,
Verbindungsbahn Thorn-Mocker – Katharinenflur
4,44
2,29
km
km
1890 01.04.   Anschlußgleis Schulitz – Weichselufer 1,45 km
1892 16.07.   Bromberg – Karlsdorf b. Bromberg 6,57 km
1893 25.10.   Fordon – Unislaw – Culmsee 33,94 km
1894 31.05.
31.05.
31.05.
31.05.
31.05.
01.07.
15.08.
01.10.
Bromberger Kreisbahn
Bromberger Kreisbahn
Bromberger Kreisbahn
Bromberger Kreisbahn
Bromberger Kreisbahn
 
Stolpethalbbahn
Bromberg – Crone a.d.Brahe   [Schmalspur 600 mm],
Martashausen – Wierkutschin   [Schmalspur 600 mm],
Kasprowo – Kreisgrenze bei Gumnowitz   [Schmalspur 600 mm],
Abzw bei km 20,20 nach Samsietschno   [Schmalspur 600 mm],
Abzw bei km 14,60 nach Nittelsdorf   [Schmalspur 600 mm],
Culmsee – Schönsee i.Westpr.,
Stolp – Rathsdamnitz,
Nakel – Witoslaw – Vandsburg – Konitz
24,20
25,90
8,30
2,20
5,40

20,37
18,9
74,93

km
km
km
km
km
km
km
km

1895 15.08.
12.10.
 
Stolpethalbbahn
Wirsitzer Kreisbahn
 
Wirsitzer Kreisbahn
Danzig Weichselbf – Saspe,
Rathsdamnitz – Muttrin,
Weißenhöhe – Lobsens – Witoslaw mit Abzweigung
    Heinrichsfelde – Wissek   [Schmalspur 600 mm],
Dembowo – Wertheim – Suchary und Nakel mit Abzweigung
    Waltershausen – Erlau   [Schmalspur 600 mm]
2,9
15,3
49,42
 
24,84

km
km
km
km
km
km

1896 01.11.   Grammenz – Bublitz Stadtwald 14,9 km
1897 14.08.
14.08.
15.12.
21.12.
Stolper Kreisbahn
Stolper Kreisbahn
 
Schlawer Kreisbahn
Stolp – Wendisch Silkow  – Dargeröse   [Schmalspur 750 mm *],
Wendisch Silkow  – Schmolsin   [Schmalspur 750 mm *],
Bublitz Stadtwald – Bublitz,
Schlawe Klbf – Pollnow Klbf   [Schmalspur 750 mm]
43,46
9,0
5,73
40,28

km
km
km
km

1898 01.04.
29.05.
01.06.
05.07.
01.11.
01.11.
15.12.
18.11.
23.12.
Briesener Kreisbahn
Schlawer Kreisbahn

 
 
Belgarder Kleinbahnen
Schlawer Kreisbahn
 
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Briesen i.Westpr. Bf – Briesen i.Westpr. Stadt,
Pollnow – Sydow – Breitenberg   [Schmalspur 750 mm],
Westliche Stolpmünder Hafenbahn,
Deutsch Crone – Kreisgrenze bei Hoffstädt,
Köslin Klbf – Manow – Natzlaff   [Schmalspur 750 mm],
Natzlaff – Jatzingen   [Schmalspur 750 mm],

Rheda i.Westpr. – Putzig,
Ließau Klbf – Alt Münsterberg mit Abzweigungen  [Schmalspur 750 mm],
Neukirch – Groß Lichtenau – Neuteich – Lindenau mit Abzweigugen nach Bröske, Irrgang, Trappenfelde, Warnau usw.  [Schmalspur 750 mm]
3,91
14,59

1,15
20,0
32,2
6,65

15,99
43,69
48,50
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1899 15.08.
15.08.
01.10.
01.11.
01.12.
Westpreußische Kleinbahnen
 
 
Stolper Kreisbahn
Ließau Klbf – Groß Lichtenau – Barendt   [Schmalspur 750 mm],
Danzig Weichselbf – Rangierbahnhof Saspe,
Riesenburg – Freystadt i.Westpr. – Goßlershausen,
Lauenburg i./Pom. – Garzigar – Leba,
Stolp – Bütower Chaussee
16,02
2,90
48,58
32,37
1,84
km
km
km
km
km
1900 15.01.
15.10.
15.10.
15.10.
15.10.
15.10.
08.11.
01.11.
10.11.
01.12.
 
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen

Freystadt i.Westpr. – Marienwerder i.Westpr.,
Marienburg/Westpr Klbf – Altfelde – Stalle   [Schmalspur 750 mm],
Marienburg/Westpr Klbf – Lindenau   [Schmalspur 750 mm],
Marienburg/Westpr Klbf – Schönau Abzw  [Schmalspur 750 mm],
Königsdorf – Fischau – Stalle   [Schmalspur 750 mm],
Kalthof – Groß Lesewitz – Lindenau   [Schmalspur 750 mm],
Neukirch – Schöneberg (Kr Marienburg)  [Schmalspur 750 mm],
Schönsee (Westpr) – Strasburg (Westpr),
Kreisgrenze bei Hoffstädt – Großlinchen – Virchow,
Berent – Lippusch

28,56
27,1
11,08
9,24
19,7
11,6
5,92
49,75
17,4

16,71
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1901 01.04.
15.07.
02.09.
30.09.
01.10.
16.10.
14.11.
28.11.
28.11.
28.11.
28.11.
 
 
 
Kaschubenbahn
Westpreußische Kleinbahnen
Kaschubenbahn
Marienwerder Kleinbahn
Marienwerder Kleinbahn
Marienwerder Kleinbahn
Marienwerder Kleinbahn

Lippusch – Bernsdorf,
Bernsdorf – Bütow,
Unislaw – Althausen,
Culmsee – Wenzlau – Melno,
Berent – Gollubien,
Tiegenhof Klbf – Schöneberg (Kr Marienburg)   [Schmalspur 750 mm],
Gollubien – Carthaus (Westpr),
Marienwerder Klbf – Mareese   [Schmalspur 750 mm],
Mareese Klbf – Groß Grünhof – Groß Falkenau   [Schmalspur 750 mm],
Mareese Klbf – Weichselburg – Reussenau   [Schmalspur 750 mm],
Groß Grünhof – Sprauden   [Schmalspur 750 mm]

18,23
6,03
13,02
45,3
11,45
14,55
21,22
3,2
29,7
20,4
3.0
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1902 01.07.
15.07.
20.07.
01.08.
01.08.
01.09.
01.09.
01.09.
01.10.
15.10.
01.11.
14.11.
15.11.
25.11.
01.12.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stolper Kreisbahn
 
Lauenburger Kleinbahn
 
Wirsitzer Kreisbahn
Bütow – Pomeiske,
Konitz – Lippusch,
Culm – Althausen,
Lauenburg (Pom) – Helenenhof,
Pomeiske – Jerskewitz,
Schlochau – Zechlau (Ulrichshof),
Helenenhof – Jerskewitz,
Deutsch Eylau – Neumark (Westpr) – Niedeck,
Skurz [später Groß Wollenthal] – Schmentau,
Niedeck – Broddydamm,
Dargeröse – Zezenow,
Schlochau – Reinfeld,

Rieben – Prüssau – Chottchow,
Thorn-Mocker – Leibitsch,
Erlau – Seeheim Fabrik [ehem. Niezychowo] mit Abzweigungen nach Lubasch, Jobshöhe, Kaiserswalde und Zelasno   [Schmalspur 600 mm]
8,74
52,60
6,43
23,58
13,16
17,59
9,65
32,42
14,65
8,82
5,9
53,0
24,70
9,2
58,56
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1903

14.06.
15.07.
26.09.
26.09.

 
 
 
 
Westpreußische Kleinbahnen
Preußisch Stargard – Skurz [später Groß Wollenthal],
Bublitz – Pollnow,
Schwarzau i.Westpr. – Raddischau – Krockow,
Putzig – Reddischau – Krockow,

Marienburg/Westpr Klbf – Königsdorf   [Schmalspur 750 mm]
24,10
24,89
45,68
21,21
7,4
km
km
km
km
km
1905 05.01.
16.05.
17.08.
17.08.
17.08.
04.10.
04.10.
01.11.
01.11.
 
 
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
 
 
Belgarder Bahnen
Belgarder Bahnen
Mewe – Morroschin,
Schöneck (Westpr) – Preußisch Stargard,
Danzig Klbf – Hochzeit – Gemlitz   [Schmalspur 750 mm],
Knüppelkrug – Groß Zünder – Gernlitz   [Schmalspur 750 mm],
Gottswalde – Schiewenhorst – Stutthof   [Schmalspur 750 mm],

Lauenburg (Pom) – Nawitz – Carthaus (Westpr),
Danzig Vbf Lege Tor – Danzig-Holm,
Manow – Schwellin – Bublitz Klbf   [Schmalspur 750 mm],

Schwellin – Belgard Klbf   [Schmalspur 750 mm]

11,25
18,70
26,31
18,81
31,90
59,88
10,67
45,6
32,0
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1906 01.05.
01.08.
01.10.
02.10.
02.10.
Westpreußische Kleinbahnen
Stolpethalbbahn
 
 
 
Wirsitzer Kreisbahn
Steegen – Fischerbabke – Tiegenhof Klbf   [Schmalspur 750 mm],
Muttrin – Budow,
Einführung Simonsdorf – Tigenhof in den Bf Simonsdorf,
Flatow – Kujan – Vandsburg,
Cerszk – Königsbruch – Laskowitz (Westpr),
Weißenhöhe – Netzehafen   [Schmalspur 600 mm]
15,05
3,5

3,84
31,74
55,30
2,50
km
km
km
km
km
km
1907 15.05.
15.05.
10.07.
 
 
Bromberger Kreisbahn
Ließau Klbf – Mielenz Altmünsterberg   [Schmalspur 750 mm],
Tannsee – Tannsee Feld   [Schmalspur 750 mm],
Mühltal – Weichselhorst
  [Schmalspur 600 mm]
30,6
1,6
25,60
km
km
km
1908 01.04.
20.08.
  Verlängerung der Strecke Terespol – Schwetz,
Königsbruch – Skurz [später Groß Wollenthal]
0,59
31,94
km
km
1909 18.06.
18.06.
24.06.
01.09.
16.09.
01.10.
01.10.
06.10.
11.10.
03.11.
23.11.
 
 
 
 
Belgarder Bahnen
Westpreußische Kleinbahnen
Westpreußische Kleinbahnen
 
Westpreußische Kleinbahnen
Vandsburg – Prust – Bagnitz – Terespol,
Anschluß der Strecke Vandsburg – Terespol an den Bf Vandsburg,
Riesenburg – Marienwerder (Westpr),
Schmentau – Neuhöfen (Weichsel) – Marienwerder (Westpr),
Belgard Klbf – Rarfin   [Schmalspur 750 mm],
Tiegenhof Klbf – Lindenau   [Schmalspur 750 mm],

Stalle Klbf – Lichtfelde   [Schmalspur 750 mm],
Thorn Mocker – Thorn Nord,
Groß Lesewitz – Schadwalde Feld   [Schmalspur 750 mm],
Prust-Bagnitz – Crone (Brahe),
Bütow – Rummelsburg (Pom)
68,29
2,61
20,97
22,60
20,0
20,47
4,3

6,04
6,29

20,43
45,70
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
km
1910 28.02.
07.05.
01.10.
15.10.
 
Lauenburger Kleinbahn
Thorn Nord – Roßgarten – Scharnau,
Chottchow – Garzigar,
Groß Tauersee – Bezirksgrenze (– Bergling – Bergfriede),
Thorn Nord – Waldmeisterkrug
27,8
25,90
9,64
6,09
km
km
km
km
1911 18.08.
15.12.
  Schlawe – Stolpmünde,
Verbindungsbahn bei Danzig Strohdeich
36,30
1,17
km
km
1912 01.07.
15.10.
13.12.
13.12.
 
 
Westpreußische Kleinbahnen
Waldmeisterkrug – Unislaw,
Jablonowo – Czarnikau,
Preußisch Rosengart – Thörichthof (Kreis Marienburg)   [Schmalspur 750 mm],
Königsdorf – Schönwiese   [Schmalspur 750 mm]
22,01
17,65
1,65
3,0
km
km
km
km
1913 06.12.
06.12.
Stolper Kreisbahnen
Stolper Kreisbahnen
Stolpmünde – Kuhndorf   [Schmalspur 750 mm],
Gabel [ehem. Wendisch Silkow] – Schmolsin   [Schmalspur 750 mm]
18,98
18,85
km
km
1914 01.05.
10.09.
03.11.
  Altemühle – Danzig-Langfuhr,
Jastrow – Flatow,
Prust Bagnitz – Tuchel
19,52
24,43
22,67
km
km
km
1916 15.05.   Riesenburg – Miswalde 32,02 km
1918 01.04.   Verbindungsbahnen von und zum Vbf Liebenhoff (bei Dirschau) 19,69 km
1920 03.03. Westpreußische Kleinbahnen Schönsee – Fürstenwerder Nord 12,20 km
1921 20.11.   Gdingen – Kokoschken [ehem. Kokoszki] 26,0 km
1922 15.01.
16.01.
  Plock – Bezirksgrenze (– Gostynin – Kutno),
Putzig – Schwarau – Hela
??
45,69
km
km
1923 . Wirsitzer Kreisbahn Abzw Witzleben – Abzw Herrmannsdorf   [Schmalspur 600 mm] 5,41 km
1924 03.11.   Nasielsk – Płońsk – Sierpc 78,1 km
1925 01.11.   Freystadt (Westpr) – Bischofswerder (Westpr) 14,27 km
1926 01.05.   Deutsch Briesen – Firchau 8,10 km
1928 15.10.   Czersk – Bonk – Berent [ehem. Koscierzyna] 43,18 km
1930 09.11.
21.12.
  Semlin – Espenkrug (Osowa),
Bromberg Ost – Groß Neudorf [ehem. Nowa Wies Wielka]
26,0
21,14
km
km
1934 19.11.
21.12.
 
Schlawer Kreisbahn
Płock – Sierpc [späteres Sierpsch],
Umspurung der 750 mm Strecke Schlawe – Pollnow auf 1.435 mm
34,3
37,0
km
km
1937 23.01.
25.09.
  Sierpc – Lipno – Leibitsch [ehem. Lubicz],
Sierpc – Rypnin – Strasburg/Westpr [ehem. Brodnica],
Gdingen [späteres Gotenhafen] – Gdingen Hafen Oxhöft
68,9
55,4
8,0
km
km
km

 Kursiv   Privatbahnen
 Die Eröffnungsdaten sind gelegentlich widersprüchlich, da in der Vergangenheit nicht immer korrekt
 zwischen dem Tag der Eröffnungsfahrt und der Aufnahme des Regelbetriebes unterschieden wurde.
 In der Regel ist hier das Datum des ersten planmäßigen Betriebes angegeben.





Bedeutende Bauten

Zeitraum     Projekte
       
12.10.1857     Inbetriebnahme der 837,3 m langen, Weichselbrücke des Ingenieurs Carl Lentze mit 7 Pfeiler und 6 Öffnungen á 130,88 m Stützweite im Zuge des Baues der Ostbahn Dirschau – Marienburg (Westpr). Die Mittelpfeiler sind in der Gestalt von gemauerten Schiffen (26x10 m) erbaut, auf den das 8,68 m hohe Eisengitterwerk lastet. Die eingleisige Brücke mit zwei Fahrbahnen links und rechts ist mit 14 Türmen im gotische Stil -je zwei auf einem Pfeiler- ausgestattet.
Grundsteinlegung war 27. Juli 1851 durch den preußischen König.
 
12.10.1857     Einweihung der 279 m langen Nogatbrücke bei Marienburg mit zwei Hauptöffnungen von je 97,22 m und einem 7m hohen Eisenträgerwerk.
Wiederaufbau bis Oktober 1939 nach erster Sprengung beider Brücken vom 01.09.1939 durch polnisches Militär, während sich im Januar 1945 die deutsche Wehrmacht für die zweiten Sprengungen zeichnete.
 
1872     Inbetriebnahme der 996,76 m langen und auf 18 Pfeilern ruhenden Weichselbrücke in Thorn zwischen Haupt- und Stadtbahnhof.
Der Schmiedeeiserne Überbau besteht aus fünf Paaren paraleller, elliptischer Bögen, welche durch Querträger miteinander verbunden sind. Baubeginn war 1868.
Sprengung im September 1939 – Wiederaufbau bis März 1940 – Erneute Sprengung im Januar 1945.
 
15.11.1879     Eröffnung der 1.092 m langen eingleisigen Weichselbrücke bei Graudenz mit elf Hauptöffnungen von je 94,28 m Stützweite,
die auf zwölf Pfeiler ruhen.
Zweigleisiger Wiederaufbau bis Sommer 1940 nach erster Sprengung beider Brücken im September 1939 durch poln. Militär.
 
1888 – 1891     Bau der zweiten im Achsabstand von 40 m zweigleisigen Weichselbrücke bei Dirschau, deren Überbau aus sechs Linsenträger mit Mittelgurt und unten liegender Fahrbahn bestand. Die Stützweiten sind wie bei der erstzen Brücke ausgeführt, die ab 1891 als reine Straßenbrücke genutzt wird.
Gleichzeitig mit dem Bau der neuen Eisenbahnbrücke bei Dirschau Errichtung einer neuen im Achsabstand von 70 m nördlich der vorhandenen Brücke nun als zweigleisige konzipierte Eisenbahnbrücke über die Nogat bei Marienburg.
 
01.11.1893     Eröffnung Deutschlands längster Eisenbahnbrücke über die Weichsel bei Fondon:
Konzipiert wurde sie als kombinierte eingleisige Eisenbahn- und Straßenbrücke mit je fünf bogenförmigen Stromöffnungen zu 100 m und 13 Vorlandsöffnungen zu 62 m Länge. Baubeginn war im Frühjahr 1891.
Sprengung im September 1939 – Wiederaufbau bis Mai 1941 – Erneute Sprengung im Januar 1945.
 
01.09.1909     In Betriebnahme der 1.038 m langen eingleisigen kombinierten Eisenbahn- und Straßenbrücke über die Weichsel bei Münsterwalde im Zuge des Baues der Schmentau-Marienwerder-Bahn, deren Stromöffnungen von 20m hohen Halbparabelträger überbrückt werden. Baubeginn war 1906.
Abriss 1928 für den Wiederaufbau der Verbindung zwischen Haupt- und Stadtbahnhof in Thorn.
 
1912     Verlängerung beider Weichselbrücken bei Dirschau um drei Felder aus Fachwerkträgern mit jeweils 81,60 m auf eine Gesamtlänge von 1.082,10 m.
 




Präsidenten der Eisenbahnverwaltung  

Zeitraum Name Bemerkungen
  18.04.1895        
  1908 24.01.1920   Dr.-Ing. Fritz Rimrott vormals Präsident KED Königsberg

  28.11.1939 13.03.1945   Dr. jur. Johannes Wolff  


Dzg   bahnamtliches Bezeichnungskürzel bis 19.01.1940
Dz   letztes bahnamtliches Bezeichnungskürzel


Deutsche Direktionen Direktionen besetzter Gebiete Bahnbetriebswerke   Quellenangaben